Wer nicht schlafen kann, muss nicht zur Pille greifen. Psychologen konnten in einer neuen klinischen Studie zeigen, dass sich die Schlaflosigkeit mit einer Verhaltenstherapie gut behandeln lässt. Bereits nach sechs Wochen konnten die Patienten länger schlafen. Das berichten Jack D. Edinger und seine Kollegen in der aktuellen Ausgabe des “Journal of the Medical Association” (JAMA).
Die Psychologen untersuchten 75 Personen, die an chronischem Schlafmangel litten. Je ein Drittel behandelten sie mit einer Verhaltenstherapie, einer Entspannungstherapie oder eine Plazebo-Therapie (Scheintherapie). Am erfolgreichsten war die Verhaltenstherapie, die die Wachzeit nach dem zu Bett gehen um 54 Prozent verringerte. Die Entspannungstherapie verminderte die schlaflose Zeit nur um 16 Prozent, die Schein-Therapie um 12 Prozent.
Bei der kognitiven Verhaltenstherapie wurde sowohl die Einstellung der Patienten zum Schlaf geändert als auch ihre Gewohnheiten. So sollten sie zum Beispiel morgens immer um die gleiche Zeit aufstehen und keine Nickerchen über Tage machen.
“Viele Patienten konnten nach dieser Behandlung ganz normal schlafen, ohne Schlaftabletten zu nehmen”, so Edinger. Jeder Dritte leidet hin und wieder an Schlafstörungen, bei jedem Zehnten sind die Schlafprobleme chronisch.
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Marianne Diehl





