Der Gebrauch von giftigen Substanzen, die eine extreme Gefährdung für Mensch und Umwelt darstellen, bedroht vor allem die Entwicklungsländer Afrikas, mahnen die Vereinten Nationen laut bbc news. Etwa dreißig Prozent der in Afrika im Kampf gegen Malaria und Ungeziefer benutzten Chemikalien sind in anderen Teilen der Welt entweder verboten oder unterliegen strengsten Regelungen, wenn sie zum Einsatz kommen.
Die Stellungnahme sieht besondere Gefahren in den Ländern südlich der Sahara, wo es nur wenig verbindliche Regelungen für den Einsatz von Pestiziden und Insektiziden gibt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Organisation für Lebensmittel und Landwirtschaft FAO fordern die betroffenen Länder zu schnellem Handeln auf.
Die Gefahren würden verstärkt durch qualitativ schlechte Produkte, eine falsche Auswahl und Kombination von chemischen Erzeugnissen und fehlende oder schlechte Verwendungs- und Gefahrenhinweise. Als problematisch wird auch der breite Einsatz von Rotenon angesehen, das bei Ratten Parkinson ähnliche Krankheitssymptome auslöst, wenn es in kleinen Dosen über einen längeren Zeitraum verabreicht wird. Außerdem kann der unkontrollierte Einsatz von Pestiziden, so die Wissenschaftler, die Entwicklung gefährlicher Bakterien an verschiedenen Getreidesorten begünstigen. In dem Papier wird darüber hinaus auf die Gefahr aufmerksam gemacht, die beim Verzehr von rohem Obst und Gemüse bestehen kann (z. B. von Erdbeeren und Blattsalat), nachdem vermehrt Fälle von Lebensmittelvergiftungen nach dem Genuss dieser Lebensmittel zu verzeichnen sind.
Marion Herzog





