Fiebermessungen im Ohr oder an der Stirn sind ungenauer als Messungen der Temperatur im Po. Zu diesem Ergebnis kamen Mediziner der Universitätsklinik Harvard bei einer Studie an über dreihundert Kindern. Niedriges Fieber wird mit einem Stirn- oder Ohrthermometer nur bei jedem zweiten Kind erkannt, berichten die Ärzte im Magazin “Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine” (Bd.155, S. 376). Dadurch können Hinweise auf Krankheiten wie Meningitis oder eine Lungenentzündung übersehen werden, die sich oft durch leichtes Fieber andeuten, sagt David Greenes, Leiter der Studie.
Bei hohem Fieber über 39 Grad erwies sich das Stirnthermometer jedoch als recht zuverlässig: Nur in sechs Prozent der Fälle zeigte das Gerät ein falsches Ergebnis. Anders bei Messungen mit dem Ohrthermometer: Es meldete bei jedem vierten Kind mit hohem Fieber eine normale Körpertemperatur.
Marianne Diehl





