Mehrmals in den letzten 500 Millionen Jahren sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten in relativ kurzer Zeit ausgestorben. Meist waren daran Naturkatastrophen wie der Einschlag eines großen Asteroiden schuld. Doch nicht jede solche Katastrophe hat zu einem Massenaussterben geführt. Wissenschaftler am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation sowie an der ETH Zürich haben nun ein Modell entwickelt, das die Unterschiede erklären kann. Mit der mathematischen Theorie lässt sich simulieren, wann die Artenvielfalt durch eine starke Veränderung der Umweltbedingungen kollabiert und wann sie stabil bleibt. Das Resultat: Entscheidend ist das Verhältnis der Zahl von Arten, die als Beute oder Futterpflanze für andere dienen, zur Zahl der Arten, die von diesen abhängig sind. Brauchen viele Tier- und Pflanzenarten wenige andere als Nahrungsquelle, sind Fauna und Flora besonders leicht zerstörbar.





