Ultraschallsignale, mit denen Fischer Delfine von ihren Netzen fernhalten, vertreiben auch die Speisefische. Das haben Wissenschaftler um David Mann vom “Mote Marine Labor” (MML) in Florida herausgefunden, berichtet das Wissenschaftsmagazin “Nature” in seiner Online-Ausgabe. Die Störsignale sollen verhindern, dass Delfine in den Netzen Fische fangen oder selbst darin hängen bleiben.
Bislang nahmen Meeresbiologen an, dass die meisten Speisefische die hohen Töne gar nicht hören und daher auch nicht auf sie reagieren. Menhaden-Heringe und Alsen können jedoch durchaus Ultraschall wahrnehmen, fanden die Forscher. Da Menhaden 21 Prozent aller in den USA gefangenen Fische ausmachen, seien die finanziellen Folgen der Störtöne erheblich, befürchten die Wissenschaftler. Sie halten es sogar für möglich, dass die Delfine gar nicht auf die Störtönen achten, sondern sie einfach den Fischen folgen, die vom Lärm vertrieben werden.
Ulrich Dewald





