Innere Uhren steuern nicht nur unser Schlafbedürfnis, auch Temperatur, Herzschlag und Hormonspiegel schwanken täglich immer in ähnlicher Weise.
Jetzt haben Forscher am Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie in Hannover herausgefunden, wie die so genannten Uhren-Gene Per1 und Per2 Körperfunktionen in den richtigen Takt bringen können. “Es wurde damit erstmals eine Verbindung gefunden zwischen der genetischen Uhr im Gehirn und bestimmten Körperfunktionen”, teilte Prof. Gregor Eichele am Donnerstag in Hannover mit.
Gemeinsam mit US-Kollegen konnten die Hannoveraner Forscher zeigen, dass die periodisch aktiven Uhren-Gene indirekt die Produktion des Sauerstoffträgers (Hämoglobin) im Blut steuern. Sie vermuten, dass die innere Uhr über die Verfügbarkeit dieses Trägers eine Reihe von Körperfunktionen beeinflusst. Ihre Studie ist im Fachjournal “Cell” (Bd. 105, S. 683) erschienen.
Die Ergebnisse der “Uhrenforscher” seien langfristig nicht nur von Bedeutung für Probleme wie Jetlag, Winterdepression, Schichtarbeit und Syndrome der vorverlagerten oder verzögerten Schlafphase, teilte das Hannoveraner Institut mit. Seit kurzem wisse man auch, dass Demenzerkrankungen wie Alzheimer mit Störungen der Inneren Uhr einhergehen.
dpa





