Offenbar gibt es Korallenriffe, die sich nach einer „Bleiche” quasi von selbst regenerieren. Das berichten Forscher um James P. Gilmour vom Australien Institute of Marine Science in Perth, die 16 Jahre lang das Scott Reef vor der Westküste Australiens beobachtet haben. 1998 hatte eine Hitzeperiode bei dem Riff eine tödliche Korallenbleiche ausgelöst, wodurch über 90 Prozent der Korallen starben. Doch zur Überraschung der Wissenschaftler war im Jahr 2010 fast die Hälfte des Riffs wieder nachgewachsen.
Bisher gingen die Experten davon aus, dass sich Korallenriffe nur mithilfe benachbarter gesunder Riffe regenerieren können, wenn von dort aus Korallenlarven das tote Riff besiedeln. Das Scott Reef ist aber völlig abgelegen. Den Forschern fiel allerdings auf, dass in den Jahren nach der Bleiche die Zahl pflanzenfressender Fische in dem Gebiet stark zugenommen hatte. Ob und inwiefern diese Fische zur Selbstheilung des Riffs beigetragen haben, ist aber bislang noch ein Rätsel.





