Übelkeit und Erbrechen können auch Anzeichen einer drohenden Früh- oder Fehlgeburt sein. Schwangerschaftsübelkeit verdoppelt bei unterernährten Frauen das Risiko das Baby zu verlieren, erläutert Ivy Pike, Ärztin an der amerikanischen Ohio State University in der Fachzeitschrift Human Nature. Für die Studie wurden 68 nomadisch lebende Schwangere aus Kenia untersucht.
Bisher waren die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass die Übelkeit die Mutter und das Ungeborene davor bewahren soll, schädliche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Dafür spricht, dass die Übelkeit besonders während der ersten 20 Schwangerschaftswochen auftritt: Da sich in dieser Zeit die Organe ausbilden, sind hier eine erhöhte Vorsicht und eine angemessene Ernährung besonders wichtig.
Die Studie von Pike zeigt aber, dass Übelkeit und Erbrechen für 44 Prozent der afrikanischen Frauen Nachteile brachte. Viele Schwangere waren untergewichtig und so könnten für das Ungeborene Mangelerscheinungen entstehen, meint die Professorin.
Inwieweit die Ergebnisse dieser Studie auf die Industrieländer zu übertragen sind, bleibt abzuwarten, denn hier stehen schwangere Frauen eher einem Überangebot an Nahrungsmitteln gegenüber und Untergewicht tritt selten auf.
Dr. Leyla Schmidt





