Der Sommer bringt auch Mückenplage
In den Sommermonaten ist es nicht nur heiß, sondern auch immer häufiger surrt es. Durch milde Wintermonate konnten sich Mücken nämlich deutlich besser fortpflanzen, sodass Experten mit einem höheren Aufkommen rechnen.
Bislang gab es in Deutschland ca. 50 Mückenarten, doch das könnte sich ändern. Weltweit sind ca. 3.500 Arten vertreten, darunter auch gefährliche Krankheitsüberträger wie die Asiatische Tigermücke oder die Asiatische Buschmücke. Sie reisen häufig als blinde Passagiere aus dem asiatischen Raum im Urlaubsgepäck oder am Frachtweg mit und konnten sich in den letzten Jahren deutschlandweit vermehren.
Das lästige Summen der Mücken bringt so manchen um den Schlaf, doch die neuen Mückenarten sind zusätzlich hoch gefährlich. Sie können verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter das West-Nil-Virus. Um die stechenden Plagegeister zumindest aus den eigenen vier Wänden fernzuhalten, hilft eine Insektenschutztür für den Balkon oder ein Fliegengitter für das Fenster. Damit lässt sich auch an heißen Tagen für wohltuenden Luftzug sorgen, ohne dass sich die summenden Gesellen im Inneren der Wohnung breitmachen.
So gefährlich ist die Asiatische Tigermücke wirklich
Die meisten in Deutschland beheimateten Mücken verursachen lediglich einen leicht juckenden Stich. Unangenehm sind auch die surrenden Geräusche, die so manchen um den Schlaf bringen. Im Vergleich zu anderen gefährlichen Mückenarten sind die in Deutschland beheimateten Exemplare harmlos.
Seit 2007 blicken Experten jedoch auf eine besorgniserregende Populationsentwicklung, denn zu dem Zeitpunkt wurde die gefährliche Asiatische Tigermücke erstmalig in Deutschland ausgemacht. Vor allem ihr Stich kann alles andere als harmlos sein, denn die Insekten sind Träger des West-Nil-Virus. Zudem können sie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen.
Um die Populationsentwicklung der sich immer weiter ausbreitenden Mückenarten verfolgen zu können, arbeiten Forscher des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bereits seit Längerem an einem deutschlandweiten Mückenatlas. Hierbei kann jeder Bürger zum Mückenjäger werden und eingesammelte Exemplare aus seiner Region an das Forscherteam senden. Dadurch entsteht ein Überblick der regionalen Unterschiede, denn diese gibt es tatsächlich. So bevorzugt die Asiatische Tigermücke beispielsweise vor allem äußerst warme Regionen und ist deshalb vor allem im südlichen Raum zu finden. 2015 wurde eine große Population der gefährlichen Mücken in Heidelberg aufgespürt und erfolgreich eliminiert.





