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Trockene Haut im Winter richtig pflegen
Erde & Umwelt

Trockene Haut im Winter richtig pflegen

Eisige Luft draußen, trockene Heizungsluft drinnen: Im Winter ist unsere Haut besonderen Strapazen ausgesetzt. Sie wird schnell trocken und rissig, ist gespannt und gerötet. Aber wie genau setzt die Kälte der Haut zu? Was kann die Haut zusätzlich belasten? Und wie können wir sie schützen?
Autor
Sirona Schönfeldt
15. Januar 2026
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Im Winter wird unsere Haut durch Kälte und trockene Luft stark beansprucht. Sie trocknet schneller aus und fühlt sich oft rauer und gespannter an. Besonders Hautstellen mit wenigen Talgdrüsen, beispielsweise der Handrücken, sind betroffen. Die Lippen besitzen gar keine Talgdrüsen und werden deswegen besonders schnell spröde und rissig. Aber wie genau sorgt Kälte für diese Probleme?

Kalt und trocken

Sinken die Temperaturen, verengen sich die Blutgefäße, damit der Körper weniger Wärme verliert. In der Folge ist die Haut schlechter durchblutet und die darin befindlichen Talgdrüsen bekommen weniger Nährstoffe. So produzieren sie weniger Talg – also Fette. „Fallen […] die Temperaturen unter acht Grad Celsius, arbeiten die Talgdrüsen langsamer und bilden weniger Hautfett“, berichtet die Uniklinik RWTH Aachen. „Gleichzeitig wird das hauteigene Fett fester und verteilt sich schlechter. Ab minus fünf Grad Celsius wird die Talgproduktion sogar ganz eingestellt.“ Je dünner die schützende Talgschicht ist, desto durchlässiger wird die Hautbarriere und desto leichter entweicht Feuchtigkeit. Die Haut trocknet dann schneller aus.

Doch nicht nur die kalte Außenluft setzt der Haut im Winter zu. In beheizten Innenräumen ist die Luft oft sehr trocken. Diese geringe Luftfeuchtigkeit führt ebenfalls dazu, dass die Haut vermehrt Feuchtigkeit verliert. Unter diesen Umständen ist es daher besonders wichtig, die verbleibende natürliche Hautbarriere zu schützen. Dazu gehört, auf eine heiße Dusche oder ein heißes Bad zu verzichten, auch wenn das nach einem kalten Wintertag verlockend ist. Denn die Hitze löst die Fette aus der obersten Hautschicht. Besser ist es für die schützende Talgschicht, nur lauwarm und nicht zu lange zu duschen und zu baden.

Versteckte „Haut-Austrockner“

Neben der Heizungsluft können auch bestimmte Inhaltsstoffe unserer Hautpflege die Haut schneller austrocknen lassen. Dazu gehören starke Waschsubstanzen wie Natriumlaurylethersulfat (Sodium Laureth Sulfate, SLES) und Natriumlaurylsulfat (Sodium Lauryl Sulfate, SLS), die daher besonders jetzt im Winter vermieden werden sollten. In der Kosmetik enthaltener Alkohol verdunstet sehr schnell und entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

Kleidung schützt uns eigentlich vor Kälte, kann der Haut aber ebenfalls zusetzen: Grobe Wolle und synthetische Stoffe reiben stärker und verursachen winzige Irritationen. Besonders empfindlich reagieren darauf Hautstellen wie Hals, Dekolleté oder die Innenseiten der Arme, wo es schnell zu Rötungen oder Juckreiz kommt. Um das zu verhindern, kann man unter diesen reizenden Stoffen eine Kleidungsschicht aus weichem, atmungsaktivem Material wie Baumwolle tragen.

Foto einer Frau auf einer Skipiste, die sich das Gesicht eincremt
Im Winter ist die richtige Hautpflege besonders wichtig. In höheren Lagen ist zusätzlich ein Sonnenschutz ratsam. © seb_ra/iStock

Die richtige Hautpflege im Winter

Wie können wir unsere Haut also am besten schützen? Generell schützt warme Kleidung praktisch vor Kälte und Wind. Handschuhe beugen rissigen Händen vor und ein locker gebundener Schal kann die empfindlichen Wangen abschirmen. Ebenso sollte die Haut regelmäßig eingecremt und dadurch nachgefettet und befeuchtet werden. Grundsätzlich sind pH-hautneutrale Produkte empfehlenswert, da sie den natürlichen Säureschutzmantel der Haut nicht stören. Bei gesunder Haut reicht oft eine normale Lotion oder Tagescreme aus. Trockene oder empfindliche Haut benötigt meist reichhaltigere Pflege, etwa Cremes mit Urea – idealerweise mit einem Anteil von mindestens fünf Prozent.

Bei der Auswahl von Pflegeprodukten kommt es im Winter vor allem auf die richtigen Inhaltsstoffe an. Geeignet sind Texturen mit Ceramiden und Fettsäuren sowie feuchtigkeitsbindenden Substanzen wie Glycerin oder Urea. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel beider Komponenten: Eine gute Winterpflege bindet Feuchtigkeit in der Haut und verhindert zugleich, dass sie wieder verloren geht. Fehlt einer dieser Bausteine, kann die Haut trotz Eincremens weiter austrocknen. Auch wichtig: Wer in den Skiurlaub fährt, ist in höheren Lagen intensiverer UV-Strahlung ausgesetzt und sollte Sonnencreme nicht vergessen.

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