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Trinkflaschen-Check: Die beste Wahl für Gesundheit und Umwelt
Erde & Umwelt

Trinkflaschen-Check: Die beste Wahl für Gesundheit und Umwelt

Täglich ausreichend zu trinken, ist entscheidend für unser Wohlbefinden. Am besten geht das, wenn man immer etwas Wasser in einer Trinkflasche dabei hat. Aber wie entscheidet man sich für die richtige Flasche? Die Wahl kann einen erheblichen Unterschied machen – nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern auch für unseren Planeten.
Autor
Carla Moritz
02. September 2025
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Der Mensch hat regelmäßig Durst und braucht Wasser. Wer unterwegs ist und nichts dabei hat, kauft sich daher etwas zu trinken. Die Folge: Allein in Deutschland werden jährlich etwa 16,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen benutzt.. Aus diesen Trinkflaschen entstehen jährlich fast 394.000 Tonnen Plastikmüll, der nach der Benutzung oft die Umwelt verschmutzt. Zudem werden für die Herstellung der Einwegflaschen große Mengen an klimaschädlichem Rohöl und Erdgas benötigt.

Die Mehrwegflasche ist die bessere Wahl: Sie wird vom Getränkehersteller zumindest mehrfach wieder aufgefüllt, bis sie zu stark abgenutzt ist und ausgetauscht werden muss. Mehrwegflaschen benötigen so unterm Strich weniger Rohstoffe und produzieren weniger Abfall. Ein Flaschenpfand heißt übrigens nicht unbedingt, dass es sich um eine Mehrwegflasche handelt. Wer auf Mehrweg Wert legt, muss daher gezielt nach der entsprechenden Aufschrift auf der Flasche suchen.

Foto einer jungen Frau, die aus einer Plastikflasche Wasser trinkt
Mehrweg-Trinkflaschen sind besser als Einwegflaschen. © Nastasic/iStock

Wie gut lassen sich Einweg-Trinkflaschen recyceln?

Das Pfandsystem hilft aber auch dabei, Einwegflaschen zu recyclen. Viele der Plastikflaschen mit 25 Cent Pfand werden nach der einmaligen Nutzung als Trinkflasche zu Verpackungsmaterial für Putzmittel oder Kosmetik. Man spricht hier von „Downcycling“, da das Material bei der Wiederverwertung eine geringere Qualität hat als vorher.

Aus recyceltem Plastik können auch neue Einweg-Trinkflaschen hergestellt werden. Sie sind jedoch keine echten Umwelthelden, denn sie bestehen meist nur zu einem Teil aus recyceltem Material. Durch den Verarbeitungsprozess geht beim Recyceln zudem immer ein Teil des Materials verloren. Das führt dazu, dass Abwasser aus Recyclinganlagen stark mit Mikroplastik verunreinigt ist.

Auch aus gesundheitlichen Gründen kann man gut auf Einwegflaschen aus recyceltem Plastik verzichten: Die minderwertigen Kunststoffe können mit Chemikalien wie Bisphenol A (BPA) verunreinigt sein, die im Verdacht stehen, den Hormonhaushalt unseres Körpers zu stören. Außerdem können sie Mikroplastik an die darin eingefüllten Getränke abgeben, insbesondere bei unsachgemäßer Reinigung. Studien zeigen zudem eine hohe mikrobielle Belastung in gebrauchten oder recycelten PET-Flaschen, besonders wenn man sie wieder auffüllt.

Eigene Trinkflasche bringt Vorteile

Wer Durst hat, sollte sich daher möglichst eine umwelt- und gesundheitsfreundlichere Alternative zu den Einwegflaschen suchen. Noch besser als Mehrwegflaschen sind in dieser Hinsicht eigene Trinkflaschen. Diese können nicht nur ein paar Mal, sondern bei richtiger Pflege unendlich oft mit Leitungswasser gefüllt werden. In Deutschland ist die Qualität des Leitungswassers sehr gut. Es kann bedenkenlos getrunken werden, vorausgesetzt, es gibt keine alten Bleileitungen im Haus.

Das abgefüllte Wasser aus dem Hahn ist nicht nur kostengünstiger als Flaschen-Wasser aus dem Supermarkt, sondern verursacht auch keinen Müll. Es entstehen zudem weniger CO₂-Emissionen als bei Mineralwasser, da lange Transportwege entfallen. Bei der Wahl der eigenen Trinkflasche ist jedoch auf das richtige Material zu achten. Es entscheidet darüber, wie umweltfreundlich, gesund, leicht und stabil die Flasche ist.

Welches Material ist das Richtige?

Glasflaschen sind geschmacksneutral, schadstofffrei und geben keine Chemikalien an die Flüssigkeit ab. Sie lassen sich sehr gut reinigen, auch mit kochendem Wasser, und sie sind spülmaschinengeeignet. Nachteil ist hier, dass sie recht schwer und zerbrechlich sind. Für Kinder oder Aktivitäten, bei denen die Flasche herunterfallen könnte, sind sie daher weniger geeignet – es sei denn, Sie haben eine schützende Hülle. Außerdem zu beachten: Die Produktion von Glasflaschen ist recht energieintensiv.

Edelstahlflaschen sind besonders langlebig. Wie Glas geben sie keine Chemikalien an die Flüssigkeit ab und sind geschmacksneutral, schadstofffrei und hygienisch. Sie haben aber den entscheidenden Vorteil, leichter und stabiler als Glasfaschen zu sein. Allerdings benötigt die Produktion von Edelstahl ebenfalls viel Energie. Aufgrund ihrer Zusammensetzung sind Flaschen aus Edelstahl zudem nicht für Menschen mit schwerer Nickelallergie empfohlen.

Kunststoffflaschen sind zwar leichter und günstiger. Aber sie können Chemikalien und Mikroplastik und Geschmack an das Getränk abgeben – wie viel, hängt von dem verwendeten Kunststoff ab. Vermeiden sollte man in jedem Fall Flaschen aus Polycarbonat, Polysulfon, Polystyrol, weichem Polyvinylchlorid oder Melaminharz, da diese Materialien Schadstoffe abgeben können. Ein weiterer Nachteil von Kunststoffflaschen: Verschmutzungen haften an der Plastikoberfläche besser als an Glas und Edelstahl.

Auch bei Flaschen aus Aluminium ist Obacht geboten: Das Material ist nicht säurebeständig und kann sich in Getränken wie Fruchtsäften lösen. Um dies zu verhindern, werden die Flaschen oft innen beschichtet. Diese Beschichtung enthält oft gesundheitsschädliche Bisphenole wie BPA. Bei Aluminiumflaschen ist deshalb darauf zu achten, dass man die Beschichtung nicht durch heiße Flüssigkeiten oder Reibung zerstört. Sonst können die gesundheitsschädlichen Chemikalien aus der Beschichtung ins Wasser geraten.

Tipps für die Flaschen-Pflege

Unabhängig vom Material der Trinkflasche ist eine regelmäßige und gründliche Reinigung entscheidend, um die Ansammlung von Keimen zu verhindern. Leeren Sie dafür die Flasche nach jedem Gebrauch und reinigen Sie sie mit warmem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine. Wenn die Trinkflasche mit der Zeit von innen zerkratzt ist oder trotz Reinigung einen unangenehmen Geruch annimmt, sollten Sie das Gefäß austauschen.

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