64 Tausend verfrühte Todesfälle, 65 Tausend Fälle chronischer Bronchitis und 37 Millionen Krankheitstage ließen sich im Jahr 2020 in den Städten New York, Mexiko, Santiago und Sao Paulo vermeiden, würde die heftig debattierte Reduktion der Treibhausgas-Emissionen jetzt durchgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe von Science aufgrund einer statistischen Analyse der Auswirkungen von starker Luftverschmutzung auf die Gesundheit.
Mit ihrer Studie machen die Wissenschaftler darauf aufmerksam, dass die gegenwärtig diskutierten Maßnahmen zum Schutz des Klimas auch Konsequenzen für die Gesundheit der Weltbevölkerung haben werden. Dieser Aspekt wird in den Debatten oft vernachlässigt, so die Wissenschaftler.
Da derartige Prognosen anfechtbar sind, zitieren die Wissenschaftler auch andere Studien: Die Luftverschmutzung tötet weltweit jährlich 700 Tausend Menschen, so eine Schätzung der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 1997. Und während der Olympischen Spiele in Atlanta, verringerte die verstärkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel die Anzahl akuter Asthma-Anfälle um 30 Prozent.
Die Wissenschaftler schreiben: “Mit jedem Tag, an dem Entscheidungen über die Verminderung der Emissionen aus der Verfeuerung fossiler Brennstoffe verschoben werden, erhöht sich die Zahl der Todes- und Krankheitsfälle durch die Luftverschmutzung.”
Adam Bostanci





