Mit der Transplantation von wenig entwickelten Nervenzellen ist es amerikanischen Forschern bei Ratten gelungen, die Funktion von verletzten Hirnbereichen wiederherzustellen. Offenbar setzen die “jugendlichen” Zellen die Erneuerung der zerstörten Signalwege in Gang, berichten die Wissenschaftler der University of Pennsylvania im Journal of Neurosurgery.
Als besonders wirksam erwiesen sich gentechnisch veränderte Zellen. Ein Wachstumsfaktor, den diese Zellen bilden, scheint die bei Hirnverletzungen typische anhaltende Zerstörung des Nervengewebes zu verhindern. Bei einer Verletzung des Hirngewebes werden schädliche Substanzen frei, die für die umliegenden Zellen tödlich sind. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Wachstumsfaktor die Zellen dazu anregt, Enzyme auszuschütten, die diese Substanzen zerstören. Außerdem regt der Faktor auch das Wachstum der Zellen an.
Für die Transplantation setzten die Forscher Vorläuferzellen von Hirnzellen ein, die in einer Gewebekultur gezüchtet wurden. Anders als Stammzellen haben diese Vorläuferzellen bereits erste Differenzierungen erfahren. In dem verwendeten Entwicklungsstadium ist allerdings noch offen, zu welcher Art von Hirnzellen sie sich letztlich entwickeln.
Irina Lorenz-Meyer





