Chinesische Wissenschaftler von der Universität Zhengzhou haben neuronale Stammzellen in das Gehirn einer 43 Jahren alten Patienten verpflanzt. Die Patientin leidet unter Muskelatrophie, von der auch die motorischen Hirnnerven betroffen sein können. Die Transplantation sei erfolgreich gewesen, da die Bewegungsstörungen der Patientin abgenommen haben und sie wieder laufen kann, erklären die Forscher. Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Fachleute spekulieren, dass die Verpflanzung von neuronalen Stammzellen eine Lösung für häufig vorkommenden neurodegenerative Krankheiten, wie beispielsweise Parkinson, sei. Bisher werden Patienten mit diesen Krankheiten medikamentös behandelt. Häufig stellt sich aber diese Behandlung als nicht sehr wirksam heraus oder zeigt unerwünschte Nebenwirkungen.
Anfang des Jahres wurde bereits eine Studie über die Behandlung von Parkinson-Patienten mit embryonalen Stammzellen veröffentlicht. Damals zeigten sich nach der Transplantation katastrophale Nebenwirkungen bei den Patienten (siehe auch bdw-Newsticker-Meldung vom 15.März).
Muskelatrophie, oder auch Muskelschwund, nennt man die allgemeine Rückbildung von Skelettmuskulatur, die als Symptom bei verschiedenen Erkrankungen der Nerven oder Muskeln auftritt. Die neurogene Muskelatrophie entsteht infolge einer Schädigung des zum Muskel führenden peripheren Nervs.
Nicole Waschke





