Der Afrikanische Wildhund (Lycaon pictus) ist akut vom Aussterben bedroht. In ganz Afrika leben schätzungsweise nur noch 5000 Tiere. Das Problem der Wildhunde ist, dass sie einerseits in einem harten Konkurrenzkampf ums Futter mit Raubkatzen und Hyänen stehen – und andererseits im Rudel so dicht zusammenleben, dass die Ansteckung eines Tieres mit Tollwut den sicheren Tod der anderen bedeutet. Einen Hoffnungsschimmer gibt es jetzt aber im Serengeti-Nationalpark in Tansania. Dort hatte 1991 eine Tollwut-Epidemie alle Wildhunde ausgerottet. Unabhängig davon begann die britische Epidemiologin Sarah Cleaveland von der University of Edinburgh sechs Jahre später die Haushunde der Bauern in einem dicht besiedelten Gebiet der westlichen Serengeti gegen Tollwut zu impfen. Ihr Ziel war, die häufige Infizierung von Menschen mit der Krankheit zu verhindern und gleichzeitig einen Puffer gegen Tollwut zu den Wildtieren des Nationalparks zu schaffen. Als unerwarteter Nebeneffekt dieses Projekts begannen sich Afrikanische Wildhunde in dem Gebiet anzusiedeln und zu vermehren. Inzwischen leben dort wieder über 40 Tiere in drei Rudeln.





