Text: Ralf Stork
Millingerwaard, kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze. Es hat stundenlang geregnet. Das Naturschutzgebiet am Ufer des Rheins, der sich hier in die beiden Mündungsarme Waal und Lek teilt, ist nass wie ein Schwamm. Bis in die späten 1980er Jahre wurde die Fläche noch landwirtschaftlich genutzt. Dann setzte eine Entwicklung ein, die das Gebiet wieder mehr und mehr zu einer echten Wildnis werden ließ: Man trug einige Deiche ab und der Fluss bekam einen Teil seiner Überschwemmungsflächen zurück, was die Deiche stromabwärts entlastet. Auch die natürliche Dynamik stellte sich wieder ein: Tiefer gelegene Flächen sind im Laufe der Jahreszeiten teilweise monatelang überflutet. Irgendwann kamen dann die Weidetiere.





