Einige Tierarten besitzen die gleichen Abwehrmechanismen gegen giftige Schwermetalle wie Pflanzen. Das ergaben Vergleiche der DNA-Sequenz der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana mit dem Genom des Wurms C. elegans. Wie Biologen von der Universität von Pennsylvania berichten, könnte diese Entdeckung Konsequenzen für die Behandlung einiger Krankheiten haben, die von parasitären Würmern verursacht werden.
Bei Pflanzen ist die biochemische Maschinerie zur Deaktivierung von Schwermetallen seit über 15 Jahren bekannt. Dennoch hatte bislang niemand vermutet, dass auch Tiere mit den gleichen Mechanismen ausgestattet sind. Die Übereinstimmung der entsprechenden Gene im Genom der Ackerschmalwand und des Wurms deutete jedoch darauf hin, so die Forscher. In weiteren Experimenten zeigten sie, dass Würmer, bei denen die Gene zur Deaktivierung von Schwermetallen ausgeschaltet wurden, empfindlicher auf Kadmium, Quecksilber und Arsen reagierten.
Vermutlich besitzen auch einige Parasiten, die den Menschen befallen und Krankheiten wie Elefantitis verursachen, diese Gene. Denn die Widerstandskraft der Parasiten gegen Medikamente, die Schwermetalle enthalten, hat in den vergangen Jahrzehnten zugenommen. Langfristig könnte ihre Entdeckung zu einem besseren Verständnis der Resistenz der Parasiten führen, meinen die Wissenschaftler.
Adam Bostanci





