Eine pazifischer Tiefseekrebs tauscht im Laufe seiner Entwicklung seine Augen aus. Da er gleichzeitig auch seinen Lebensraum wechselt, passt er sich mit diesem “Umbau” vermutlich an die veränderten Lichtverhältnisse seiner Umgebung an, berichten amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin “Nature” (Bd. 420, S. 68).
Die Larven der Krebsart “Bythograea thermydron” leben im freien Wasser. Wie Insekten besitzen sie Facettenaugen. Mit diesen können sie im blauen Licht ihres Lebensraums besonders gut sehen, fanden Robert Jinks von der Franklin und Marshall Universität in Lancaster und seine Kollegen. Doch während der Entwicklung zum erwachsenen Tier sinken die Krebse auf den dunklen Meeresgrund. Dabei stoßen sie ihre Facettenaugen ab, beobachteten die Biologen. Stattdessen entwickeln die Krebse extrem lichtempfindliche Augen, die hauptsächlich aus der Netzhaut bestehen und keine Linse besitzen.
Die erwachsenen Krebse können mit Hilfe dieser speziellen Augen heiße Schlote auf dem Meeresgrund finden, die ganz geringe Mengen Licht abgeben, vermuten die Forscher. Die Gebiete um die Schlote gleichen Oasen auf dem sonst eher unbewohnten Meeresboden und sind der Lebensraum der erwachsenen Krebse.
ddp/bdw – Heidi Scharvogel





