Die tief unter dem Meeresboden lebenden Bakterien sind im Gegensatz zu fast allen anderen Organismen nicht auf organische Nahrung angewiesen und begnügen sich hauptsächlich mit anorganische Molekülen wie Kohlendioxid, Schwefel oder Wasserstoff. DNA-Analysen bestätigten bereits ihre nahe Verwandtschaft zu Bewohnern ähnlich ungemütlicher Lebensräume wie den Schwefelquellen der Tiefsee.
300 Meter unter dem Meeresgrund haben amerikanische Wissenschaftler eine ungeahnte Vielfalt von Mikroorganismen gefunden. Deren Lebensraum ist das heiße Wasser, das langsam durch die Hohlräume der Basaltschichten unter dem Meeresboden strömt, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift “Science” (Bd. 299, S. 120).
Das Team um James Cowen von der Universität Oregon ist bei Bohrungen vor der Küste des US-Bundesstaates Oregon auf das unerwartete Leben gestoßen. Die Anzahl der dort vorkommenden Bakterien entspricht fast der in normalem Meerwasser, sagen die Wissenschaftler. Für die Forscher ist diese Entdeckung ein weiterer eindrucksvoller Beweis, unter welch scheinbar feindlichen Bedingungen Leben möglich ist.
ddp/bdw – Sebastian Moser





