Kryptonit, das den Comic-Helden Superman all seiner Kräfte beraubt, gibt es wirklich. Britische Wissenschaftler um Chris Stanley vom Natural History Museum in London haben in einer serbischen Mine ein Mineral entdeckt, das fast genauso zusammengesetzt ist. Seine Wirkung ist allerdings zweifelhaft.
Stanley untersuchte das bisher unbekannte Material im Labor auf seine chemischen Bestandteile und kam auf die Formel „ Natrium-Lithium-Bor-Silikat-Hydroxid”. Dies entspricht der Aufschrift auf einem Behälter im Film „Superman returns”, der Kryptonit enthält. Allerdings enthält das Mineral im Gegensatz zu seinem fiktiven Vorbild kein Fluor. „Außerdem”, erklärt Stanley – und enttäuscht damit wahrscheinlich viele Superman-Fans – „ist der Stoff nicht grün, sondern weiß. Und Strahlung gibt er auch nicht ab.”
„Kryptonit” darf das neu entdeckte Mineral übrigens nicht genannt werden, da es überhaupt nichts mit dem Edelgas Krypton zu tun hat, das im Periodensystem der Elemente die Ordnungszahl 36 besitzt. Vielmehr wird es „Jadarit” heißen – nach seinem Fundort in Serbien.





