Die Wissenschaftler trainierten die Wespen zunächst mithilfe von Futteranreizen auf den Geruchsstoff eines giftigen Pilzes, der Mais- und Erdnusspflanzen befällt. Dann schlossen sie die Tiere in der Kassette ein und setzten ihnen dreimal Futtermais vor: einmal nur den Mais, einmal Mais mit Pilz, und einmal Mais mit einer Chemikalie, die für die Wespen uninteressant war. Tatsächlich reagierten die Wespen auf den Mais mit Pilzbefall, indem sie sich zur Quelle des Geruchs und um das Belüftungsloch drängten, während sie auf die anderen Maisangebote nicht oder schwächer reagierten. Dies auffällige Verhalten kann in ein Alarmsignal übersetzt werden, sagen die Forscher.
Insekten sind billiger als Spürhunde und lassen sich in großen Mengen züchten. Diese Überlegung hat bereits dazu geführt, dass Honigbienen auf die Suche nach Landminen trainiert wurden. Auch Ratten, Fische und sogar Hefen wurden als Geruchsdetektoren für Sprengstoffe und Gifte getestet. Für die feinen Nasen der Wespen sehen die Forscher weitere Anwendungen: Sie könnten außer dem Pilzbefall auch Sprengstoffe, Krebs und Magengeschwüre beim Menschen und eventuell Kadaver ausfindig machen, hoffen die Forscher. Es ist den Wissenschaftlern bereits gelungen, Wespen auf die Sprengstoffchemikalie DNT zu trainieren. Die Wissenschaftler schätzen, dass ihr Wespen-Detektor in fünf bis zehn Jahren markttauglich sein könnte.





