Viele Menschen legen sich regelmäßig in die Sonne und setzen sich der UV-Strahlung aus, obwohl sie wissen, dass dadurch ihr Risiko steigt, an Hautkrebs zu erkranken. Diesem Sonnenbaden liegt häufig ein Suchtverhalten zugrunde, haben US-Forscher der University of Texas in Galveston herausgefunden. Die Wissenschaftler um Molly Warthan ließen für ihre Studie 145 Sonnenanbeter am Strand von Galveston Island im Golf von Mexiko einen Fragebogen ausfüllen. Darin mussten die Teilnehmer auf Sätze antworten wie „Versuchen Sie, weniger Zeit in der Sonne zu verbringen und merken, dass Sie trotzdem wieder zum Sonnenbaden gehen?” oder „Haben Sie schon einmal einen Termin verpasst, weil Sie sich entschieden haben, zum Strand oder Sonnen zu gehen?”
Die Fragebögen wurden anschließend nach den Kriterien von zwei verschiedenen Tests ausgewertet: einem modifizierten Diagnoseverfahren, mit dem normalerweise Alkoholabhängigkeit identifiziert wird (CAGE) und DSM-IV-TR, mit dem sich auf Störungen der Psyche durch Substanzen, die auf sie einwirken, schließen lässt. Auf 26 Prozent der Sonnenbadenden trafen die modifizierten CAGE-Kriterien zu, bei 53 Prozent der Teilnehmer stellte Warthan fest, dass sie süchtig nach UV-Licht waren. Bei beiden Gruppen gab es deutliche Überschneidungen. Jetzt wollen die Wissenschaftler die Hirnströme der Süchtigen vor und nach dem Sonnenbad untersuchen, um ihr Verhalten genauer erklären zu können.





