Die Maßnahmen gegen Schlaganfälle zeigen erste Wirkungen: Wissenschaftler der Universität Oxford haben beim Vergleich von zwei britischen Studien einen Rückgang der Schlaganfälle in den vergangenen zwanzig Jahren um fast 40 Prozent beobachtet. Der Grund dafür ist nach Ansicht der Forscher die deutlich verbesserte Vorsorge. Das berichten Peter Rothwell und seine Kollegen in der Fachzeitschrift “The Lancet” (Bd. 363, S. 1925).
Schlaganfälle gehören zu den führenden Todesursachen weltweit. Als Risikofaktoren gelten Bluthochdruck, Rauchen, erhöhte Blutfettwerte und fortgeschrittenes Alter. Da der Anteil der älteren Bevölkerung in den westlichen Ländern stetig ansteigt, befürchten Mediziner eine starke Zunahme der Schlaganfälle. Die Untersuchung von Rothwell und seinen Kollegen deutet jedoch auf das Gegenteil hin: Obwohl es 2004, dem Zeitpunkt der späteren Studie, deutlich mehr alte Menschen im untersuchten Gebiet gegeben hat, war die Zahl der Schlaganfälle im Vergleich mit der ersten Studie von 1984 gesunken.
Weitere Untersuchungen zeigten den Wissenschaftlern, dass der Anteil der Raucher deutlich abgenommen hatte und die durchschnittlichen Cholesterinwerte und der mittlere Blutdruck gefallen waren. Gleichzeitig war die Verwendung von cholesterin- und blutdrucksenkenden Medikamenten gestiegen. Ob diese Veränderungen tatsächlich die Ursache für die sinkende Zahl von Schlaganfällen sind, sei zwar noch nicht gesichert, aber doch sehr wahrscheinlich, kommentiert Peter Rothwell.
Ilka Lehnen-Beyel





