Nach einer Studie der Canadian Food Inspection Agency (CFIA) sind Monarchfalter nicht durch den Pollen von gentechnisch verändertem Bt-Mais gefährdet. Die Wissenschaftler der University of Guelph, Kanada, führten die Studie für die CFIA durch.
Im Mai 1999 löste eine im Fachmagazin Nature erschienene Studie zur Toxizität des Pollens von gentechnisch verändertem Bt-Mais starke Bedenken gegen den Einsatz dieser Pflanzen aus. In dieser Studie stellten Entomologen von der Cornell University, New York fest, dass Raupen des Monarchfalters nach dem Verzehr einer bestimmten Pollenmenge dieser gentechnisch veränderten Maissorte sterben. Die Entomologen führten ihre Untersuchungen ausschließlich unter Laborbedingungen durch. Sie kamen zu der Schlussfolgerung, dass weitere Untersuchungen nötig seien, um richtig beurteilen zu können, ob vom Bt-Mais ein Risiko für das Überleben der Monarchfalter ausgeht. Der Bt-Mais enthält das Gen des Bakteriums Bacillus thurigiensis (Bt). Dieses Gen produziert ein für Maisschädlinge giftiges Protein.
Auch in der für die CFIA durchgeführten Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass der Pollen von Bt-Mais je nach Konzentration für die Raupen des Monarchfalters tödlich sein kann. Die Wissenschaftler untersuchten nun aber zusätzlich in einem Feldversuch, wie weit der Pollen fliegt und in welcher Konzentration er sich auf den Blättern von Wolfsmilchpflanzen, die gerne von den Monarchraupen gefressen werden, ansammelt.
Neunzig Prozent des Pollens fielen innerhalb der ersten fünf Meter vom Rand des Maisfeldes nieder. Die durchschnittliche Pollenkonzentration auf den Blättern der Wolfsmilchpflanzen blieb unter der für die Raupen tödlichen Konzentration. Die Wissenschaftler untersuchten auch die Verbreitung der Wolfsmilchpflanzen. Die meisten Pflanzen fanden sie am Straßenrand und in Schutzgebieten und nicht in der Nähe der Maisfelder. Daher kommen sie zu dem Schluss, dass das Überleben der Monarchfalter durch den Bt-Mais nicht gefährdet wird.
Ralf Möller





