Je weiter rechts ein Politiker steht, desto schlechter träumt er – sagt eine Studie. “Leute von der rechten Seite des politischen Spektrums haben viel mehr Albträume”, erläuterte Kelly Bulkeley von der Gesellschaft für Traumforschung in der “Sunday Times”.
Für die Studie wurden 50 Briten befragt, von Nick Griffin, dem Chef der rechtsextremen British National Party, bis zu Tony Benn, dem Linksaußen der Labour-Partei. Griffin träumt demnach immer wieder, dass er in 20 Minuten sein Jura-Examen ablegen muss, ohne sich vorbereitet zu haben. Der von einem Gericht als Rassist beschriebene Geschichtsforscher David Irving erklärte seine Albträume damit, dass er in Deutschland verhaftet worden sei, weil er Hitler verteidigt habe.
Auch konservative Politiker wie der ehemalige Innenminister Michael Howard wachen nachts manchmal schweißgebadet auf. Insgesamt wurden bei den Rechten 50 Prozent aller Träume als Albträume eingestuft, bei den Linken nur 18 Prozent.
Bulkeley erklärt dies damit, dass rechte Politiker viele Gefahren in der Welt sehen und durch ihre Hardliner-Ansichten ein Gefühl der Unsicherheit überspielen wollen, das in ihren Träumen hervortritt. Delia Cushway, klinische Psychologin an der Universität Coventry, bezweifelt dagegen, dass rechte Politiker wirklich schlechter träumen: “Es besteht eine größere Wahrscheinlichkeit für Albträume, wenn man fantasievoll und kreativ ist”, sagte sie.
dpa





