Ärzte schöpfen das lebensrettende Potenzial von Aspirin nicht voll aus, ergab eine umfangreiche Studie des British Medical Journal (Bd. 324, S. 71). Weltweit könnten demnach 40.000 Leben gerettet werden – allein in Großbritannien etwa 3.000 Menschen -, wenn Ärzte das Mittel konsequent einsetzten, um Schlaganfälle und Herzattacken zu verhindern.
Aspirin in geringen Dosen beugt Verschlüssen der Blutgefäße vor, die zu einer lebensbedrohenden Unterversorgung von Herz und Gehirn mit Sauerstoff führen können. Die British Medical Journal-Studie, die etwa 300 klinische Untersuchungen mit insgesamt über 200.000 Versuchspersonen verglich, ergab nun, dass viele Menschen, die von Aspirin oder einem vergleichbaren Mittel profitieren würden, die entsprechenden Medikamente nicht verschrieben bekommen. Dazu gehören etwa Patienten mit der “Schaufensterkrankheit”, die auf Grund von Arterienverkalkung in den Beinen nach kurzen Fußwegen eine Pause einlegen müssen und daher gerne vor Schaufenstern verweilen. Aber auch viele Menschen mit häufigen Brustschmerzen oder Diabetes können von dem günstigen und einfach zu verabreichenden Medikament profitieren.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





