Freunde sind ein wichtiger Faktor für das Glücksgefühl im Leben, liefern aber, laut amerikanischen Psychologen, keine Garantie für eine positive Lebenseinstellung. Martin Seligman von der University of Pennsylvania und Ed Diener von der University Illinois stellen in der Januar-Ausgabe der Fachzeitschrift Psychological Science eine Verbindung zwischen dem Lebensgefühl und sozialen Beziehungen auf.
222 Studenten berichteten ein Semester lang täglich über ihre Stimmungen und wurden daraufhin in drei Gruppen eingeteilt: die Studenten, die prinzipiell glücklich und fröhlich sind, die, die eher unglücklich sind und die, die gleich oft fröhlich und unglücklich sind. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass eine starke soziale Struktur eine Voraussetzung für ein glückliche Lebenseinstellung zu sein scheint.
Die Studenten, die die meiste Zeit über in einer guten positiven Stimmungen waren, verbrachten die wenigste Zeit allein und waren am häufigsten mit Freunden zusammen. Dennoch garantieren feste soziale Beziehungen kein glückliches Lebensgefühl: auch einige der Teilnehmer, die in die unglücklichste Gruppe gezählt wurden, berichteten über zufriedenstellende soziale Bindungen, waren aber trotzdem die meiste Zeit unglücklich.
Nicole Waschke





