Der “blaue Montag” oder das verlängerte Wochenende durch “Krankfeiern” am Freitag sind ein Mythos. Das sagen finnische Forscher nach einer vierjährigen Studie mit mehr als 27.000 Beschäftigten.
Der Krankenstand war montags in allen Berufsgruppen am geringsten, schreiben die Wissenschaftler vom Institut für Arbeitsgesundheit in Turku im Fachblatt “Occupational and Environmental Medicine” (Ausgabe 58, S. 818). Danach stieg die Rate bis Mittwoch an und blieb dann bis zum Wochenende konstant.
Meldeten sich die Arbeiter und Angestellten nur für einen einzigen Tag krank, taten sie dies zwar tatsächlich überdurchschnittlich oft an einem Montag oder einem Freitag. Doch in rund fünfzig Prozent der Fälle war der Fehltag der Beginn oder das Ende einer Krankheit, die sich auch über das Wochenende hin erstreckte, berichten die Arbeitsmediziner. Insgesamt mache der Anteil an Fehltagen durch “Krankfeiern” am Wochenende weniger als ein Prozent aus, schätzen sie. Es sei daher für die Arbeitgeber wohl Zeitverschwendung, gezielt Strategien gegen “blaue Montage” zu entwickeln.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





