Frauen in der Schwangerschaft können das Risiko einer Früh- und Fehlgeburt senken, wenn sie auch leichte vaginale Infektionen mit Antibiotika behandeln. Zu diesem Schluss kommen Mediziner aus Großbritannien nach einer Studie an mehr als sechstausend Frauen im zweiten Drittel der Schwangerschaft. Mit einem um zehn Prozent verringerten Risiko ist der Effekt allerdings gering. Ihre Ergebnisse stellen die Wissenschaftler des St. George-Krankenhauses in London im Fachmagazin The Lancet vor (Ausg. 361, S. 983).
Vaginale Infektionen können bei Schwangeren zu einer Entzündung der Gebärmutterschleimhaut führen. Das kann zu negativen Auswirkungen für das Ungeborene bis hin zu Fehlgeburten führen. Die Wissenschaftler um Austin Ugwumadu untersuchten daher, ob eine Behandlung mit Antibiotika selbst bei leichten Infektionen das Risiko einer Fehlgeburt senken kann. Dafür gaben sie einem Teil der Studienteilnehmerinnen, an denen sie leichte vaginale Infektionen feststellten, fünf Tage lang ein Antibiotikum. Die übrigen Probandinnen bekamen ein wirkstofffreies Placebo-Präparat. Die Rate der Fehlgeburten lag bei den mit Antibiotika behandelten Frauen um zehn Prozent niedriger, stellte sich heraus.
ddp/bdw ? Ulrich Dewald





