Auf deutschen Straßen herrscht zu viel Lärm. Fast 13 Millionen Menschen müssen in ihren Wohnungen mit dem Krach von Autos, Bussen und Lkws leben. Am meisten belästigt fühlen sich die Bewohner innerhalb von Ortschaften mit Tempo-50-Zonen. Der Lärm von Autobahnen fällt dagegen nicht so stark ins Gewicht. Nur rund ein Drittel der Deutschen fühlt sich vom Straßenverkehrslärm überhaupt nicht gestört. Dies ergab eine gemeinsame Untersuchung vom Umweltbundesamt und der Stiftung Warentest. Fachleute erstellten über 850 Lärmgutachten und werteten vorhandene Statistiken aus.
Rund 64 Prozent der Teilnehmer am Lärmgutachten waren tagsüber einem Lärmpegel von mehr als 65 Dezibel ausgesetzt. Medizinische Untersuchungen belegen, dass ab diesem Wert ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht. Über 90 Prozent gaben an, nachts durch Straßenlärm in ihren Schlafgewohnheiten beeinträchtigt zu werden. Dies machte sich in Veränderungen des Schlafablaufs oder vorzeitigem Aufwachen bemerkbar – auch bei geschlossenen Fenstern. “Die Gemeinden müssen Lärmminderungspläne erstellen und konsequent umsetzen”, fordert Jens Ortscheid, Lärmexperte beim Umweltbundesamt.
Der vollständige Bericht der “Aktion Straßenlärm” kann bei der Stiftung Warentest unter der Rubrik Aktuelle Meldungen
Almut Bruschke-Reimer





