Auf Grund besserer Therapien sterben in Deutschland immer weniger Männer an Hodenkrebs. Zwischen Mitte der 70-er und Mitte der 90-er Jahre sei die Sterblichkeit um 58 Prozent gesunken, berichten Fabio Levi und Kollegen vom Universitätsinstitut für Sozial- und Präventivmedizin in Lausanne (Schweiz). Sie stellen im britischen Fachmagazin “The Lancet” (Bd. 357, S. 1853) vom Samstag entsprechende Daten aus den USA und der EU vor.
Jährlich erkranken nach Darstellung der Deutschen Krebshilfe in Deutschland rund 3.000 meist jüngere Männer neu an Hodenkrebs. Mitte der 90-er Jahre starben pro Jahr rund 240 daran. In der Altersgruppe der 20- bis 44-Jährigen sank laut Levi die Sterblichkeit in Deutschland besonders stark, und zwar um 67 Prozent.
Bei der Verringerung der Todesfälle liegt Deutschland unterhalb des EU-Schnitts. In der EU sank die Hodenkrebs-Todesrate über alle Altersgruppen gemittelt um 75 Prozent.
dpa





