Sterbenden Menschen sollten nach Ansicht von Experten häufiger Schmerzmittel verabreicht werden. Rund 30 Prozent der Patienten könnten die letzten Wochen oder Monate ihres Lebens etwa mit so genannten Opioiden erheblich erleichtert werden, sagte der Präsident des Schmerztherapeutischen Kolloquiums, Gerhard Müller-Schwefe, auf dem “Deutschen Schmerztag 2001” am Freitag in Frankfurt.
Vor allem sollte in Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen von speziell geschultem Pflegepersonal auf Schmerzsymptome geachtet werden und die entsprechenden Medikamente verabreicht werden.
In vielen Pflegeheimen fehlten die Standards für eine qualifizierte Schmerztherapie, betonte Müller-Schwefe. Oftmals würden von unzureichend informierten Ärzten die falschen oder gar keine Schmerzmittel verabreicht. Eine Studie im größten norwegischen Pflegeheim habe ergeben, dass 83 Prozent der Menschen in ihrer letzten Lebensphase Opioide benötigten, betonte Müller-Schwefe.
dpa





