Szenario zwei: Die Staaten steigen nicht aus der Kernkraft aus, betreiben aber Klimaschutz, dann sinkt das sogenannte Welt-Bruttoinlandsprodukt bis 2050 um 2,1 Prozent.
Szenario drei: Die Welt schaltet die Atomkraftwerke aus und betreibt trotzdem Klimaschutzpolitik. In diesem Fall steigt der Verlust für die Wirtschaft noch einmal um 0,2 Prozent – also um eine Größe, welche die Welt in Kauf nehmen kann.
Der komplette Ausstieg hat eine so geringe Wirkung auf die Weltwirtschaft, weil sich die Atomkraft den Autoren zufolge vergleichsweise leicht durch Wind-, Sonnen- und Wasserkraft sowie weitere alternative Energieformen ersetzten lässt.
So unwahrscheinlich wie ein Ausstieg aus der Atomkraft erscheint, so unglaublich ist jedoch auch eine aktuelle Nachricht aus der EU-Kommission: Sie hat Mängel an fast allen europäischen Atommeilern festgestellt und fordert Investitionen von 25 Milliarden Euro. Erstaunlicherweise haben manche Staaten bis heute keine Sicherheitsstandards erlassen. Große Defizite gibt es auch bei den Leitlinien für schwere Unfälle – trotz den Katastrophen von Three Miles Island, Tschernobyl und Fukushima.
Link zur Studie: auf der Plattform PNAS
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