Abgestorbenes Gewebe nach einem Herzinfarkt kann von sogenannten Stammzellen ersetzt werden. Das haben amerikanische Forscher in Versuchen an Mäusen gezeigt. Die Stammzellen entwickeln sich in dem geschädigten Herz zu funktionierenden Muskelzellen, berichtet Piero Anversa von der Medizinischen Hochschule New York in der Fachzeitschrift “Nature”. In drei Jahren sollen klinische Studien mit Herzinfarkt-Patienten starten, so Anversa.
Zusammen mit Donald Orlic vom Nationalen Human-Genom Forschungsinstitut in Bethesda konnte Anversa zwölf von dreißig Mäusen erfolgreich mit Stammzellen aus dem Knochenmark behandeln. “Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen”, sagt Anversa.
Die Stammzellen entwickelten sich nicht nur zu Herzmuskelzellen, sondern auch zu Blutgefäßen und verbesserten die Pumpleistung des Herzens deutlich. Nach neun Tagen war etwa zwei Drittel des geschädigten Herzgewebes durch neue Herzmuskelzellen ersetzt.
Marianne Diehl





