Eine neue Behandlungsmethode gegen Heuschnupfen könnte kortisonhaltige Medikamente in wenigen Jahren überflüssig machen. Die vielversprechenden Studienergebnisse stellen die Wissenschaftler der John Hopkins University am 2. März auf einem Treffen der American Academy of Allergy, Asthma and Immunology in New York vor.
Im Rahmen einer Klinischen Phase-II-Studie erprobten die Wissenschaftler ein neues Immuntherapeutikum an 25 Erwachsenen mit schwerem chronischen Heuschnupfen. Sie spritzten den Patienten innerhalb von sechs Wochen sechsmal die Substanz AIC. Bei den AIC-Testern flauten die Beschwerden wie Fließschnupfen und entzündete Augen stark ab. Bei der Kontrollgruppe, die mit einem Placebo behandelt wurden, zeigte sich kein Effekt. Die Injektionen wurden von den Testpersonen gut vertragen und es kam zu keiner systemischen allergischen Reaktion. Die Gefahr einer ernsthaften allergischen Reaktion auf AIC besteht jedoch immer.
Das Immuntherapeutikum AIC besteht aus immunstimulierenden Komplexen oder Oligonukleotiden, an die das verantwortliche Allergen, etwa die Eiweiße der Blütenpollen, bindet. Die Praxistauglichkeit von AIC müssen jedoch weitere klinische Studien erweisen.
Markus Batscheider





