Zuschauer von Sportkämpfen können es anschließend leicht mit einem gleich starken Gegner aufnehmen. Das ergab zumindest eine Studie an Fischen: Männliche Siamesische Kampffische gewinnen fast alle ihre Auseinandersetzungen, wenn sie gerade Zeuge eines Kampfes zweier Artgenossen waren. Das berichtete jetzt der Verhaltensbiologe Ethan Clotfelter auf einem Treffen der amerikanischen Gesellschaft für Verhaltenskunde.
Der Forscher vom Providence-College in Rode Island ließ männliche Fische erst bei einem Wettkampf zusehen und setzte den Zuschauer anschließend in das Becken eines gleich großen Rivalen. Der Besucher fiel bereitwillig über seinen Artgenossen her und besiegte ihn in etwa 80 Prozent aller Kämpfe.
Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass bei Kampffischen im Blut die Konzentration des Männlichkeitshormons Testosteron zunimmt, wenn sie kämpfenden Artgenossen zuschauen. Die gleiche Beobachtung haben Forscher auch bei Männern gemacht, sagt Clotfelter. Er nehme daher an, dass sich seine Beobachtung auch auf Menschen übertragen lässt.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek




