Sport an der frischen Luft wie etwa Radfahren oder Joggen führt bei Patienten, die unter Depressionen leiden, nicht nur zu einer Besserung ihres psychischen Zustandes, sondern auch zu einer Verbesserung ihrer Denkleistung. Dies fanden Wissenschaftler des Duke University Medical Center heraus. Ihre Erkenntnisse sind in der Januar-Ausgabe des “Journals of Aging and Physical Activity” erschienen.
James Blumenthal, Psychologe an der Duke University und Hauptautor der Studie, und seine Kollegen beobachteten 156 Patienten, bei denen eine Depression diagnostiziert wurde, über einen Zeitraum von 16 Wochen. Nach dem Zufallsprinzip wurden sie in drei Gruppen unterteilt: Die eine Gruppe bekam als Therapie allein sportliche Betätigung verordnet, die zweite Gruppe wurde nur medikamentös behandelt, und die dritte Gruppe trieb Sport, wurde aber auch mit Medikamenten versorgt.
Nach den 16 Wochen wiesen alle drei Gruppen signifikante Besserungen ihres Krankheitszustandes auf. Doch damit nicht genug: Als die Wissenschaftler das kognitive Leistungsvermögen der 42 Mitglieder der reinen Sport-Gruppe mit den 42 Mitgliedern der reinen Medikationsgruppe überprüfte, zeigte sich, dass Patienten, die Sport getrieben hatten, bessere Denkleistungen erbringen konnten. Sie hatten bessere Werte beim Erinnerungsvermögen, beim gedanklichen Planen sowie bei der Fähigkeit, verschiedene geistige Tätigkeiten zur gleichen Zeit auszuführen.
Warum Sport das kognitive Leistungsvermögen erhöht, ist nicht völlig geklärt. Blumenthal nimmt an, dass es durch den verbesserten Fluss von sauerstoffreichem Blut in bestimmte Gehirnregionen beeinflusst wird.
Doris Marzsk





