Beim angeblichen “Krankfeiern” helfen nach Ansicht von Sozialwissenschaftlern keine Sanktionen oder Drohungen. So genannte Rückkehrgespräche, in denen die Vorgesetzten soziale Unterstützung zeigten, seien dagegen weitaus wirksamer, teilte die Ruhr-Universität Bochum am Mittwoch mit.
Ziel dieser Gespräche sei eine positive Wirkung auf das gesundheitliche Befinden, was eine rasche Wiedereingliederung des Mitarbeiters ermögliche.
Der Sozialpsychologe Rüdiger Piorr hatte in einer Dissertation die Wirkung verschiedener Rückkehrgespräche untersucht. Gespräche, die auf Druck, Drohungen und Sanktionen verzichteten, seien demnach äußerst erfolgreich und senkten nachweislich die Krankenstände. Unterredungen, in denen der Vorgesetzte seinen genesenen Mitarbeitern jedoch Sanktionen androhte, könnten deren Motivation rauben und eine Leistungsverweigerung zur Folge haben, erläuterte der Sozialforscher.
dpa





