Sieben Jahre war Daniel Bennett von der University of Leeds auf der Suche – doch dann war alles umsonst. Forschungsobjekt des jungen britischen Zoologen war eines der seltensten Reptilien der Welt: der auf den Philippinen lebende Gray-Waran (Varanus olivaceus).
Bennett hatte die scheuen, bis zu zwei Meter langen Echsen beobachtet und eifrig ihren Kot gesammelt. Der Forscher wollte die Ernährungsgewohnheiten der Tiere ergründen, um sie in seiner Dissertation zu beschreiben. Am Ende hatte er 35 Kilogramm Waran-Mist zusammengetragen, die er in einer Tasche nach Leeds brachte. Dort deponierte er die Exkremente in einem Labor. Doch über Nacht sah sich Bennett der „Früchte” seiner Arbeit beraubt: Eine übereifrige Putzkolonne hatte den Inhalt als das identifiziert, was es war – und die Proben in den Müll geworfen.
Die Universität entschuldigte sich zwar inzwischen für den Vorfall und bot eine Entschädigung von 500 Pfund an, doch Bennett lehnte ab. Er will den Fall vor den Kadi bringen. „Ich bin am Boden zerstört”, sagt er. „Für andere mag meine Sammlung nur ein Haufen Echsen-Kacke gewesen sein, aber für mich war sie das Ergebnis jahrelanger mühevoller Arbeit.”





