Die Innovation ist der Herstellungsprozess. In einem herkömmlichen Handy werden unter anderem Gold, Zinn, Kupfer und Kobalt verarbeitet. Diese Rohstoffe werden größtenteils aus Afrika importiert, vor allem aus den Kriegsgebieten im Kongo. Dort hat der Abbau schlimme Konsequenzen für Umwelt und Bevölkerung. Die Arbeit ist sehr gefährlich und Luft, Böden und Gewässer sind so stark durch Giftstoffe belastet, dass viele Babys in der Region krank geboren werden. Darüber hinaus werden gerade die Minen im Kongo oft von Warlords kontrolliert.
Das Team um den Designer Bas van Abel sucht deshalb nach zertifizierten Rohstoffen – also Stoffen, deren Herkunft als unbedenklich nachgewiesen werden kann. Mit dem “FairPhone” ist es immerhin teilweise gelungen, ein ethisch vertretbares Smartphone herzustellen. “Wir können Transparenz schaffen”, sagen die Initiatoren.
Derzeit wird das Telefon noch entwickelt. Manche Schwierigkeiten müssen ausgeräumt werden: Unter anderem soll es künftig möglich sein, dass sich einzelne Komponenten austauschen lassen. Bei einem Defekt müsste dann nicht mehr das ganze Telefon entsorgt werden. Voraussichtlich im Juni soll es auf den Markt kommen. Dann wird das “FairPhone” im Internet auf einer Crowdfunding Seite präsentiert. Interessierte können also die Produktion des Telefons vorab finanzieren. Im Herbst 2013 sollen die ersten paar Tausend Geräte bereit zur Auslieferung sein. Ein Anfang.
Bild: Fotolia





