Skorpione gehören – neben Giftschlangen – zu den unbeliebtesten Tieren. Ein Grund dafür ist die Furcht vor ihrem Stich und dem Gift, das viele überschätzen. Doch nun haben spanische Biologen herausgefunden, dass Skorpione dem Menschen sogar helfen, indem sie Insekten-Schädlinge fressen.
Während der Stich der meisten Arten für den Menschen nicht schlimmer ist als ein Bienen- oder Wespenstich, hat das Gift der Skorpione aus der Familie der Buthidae bereits zu etlichen Todesfällen geführt. Zu dieser Familie gehört auch der Gelbe Skorpion (Buthus occitanus), das Forschungsobjekt der spanischen Wissenschaftler Rolando Gill und Angel Iglesias. Sie beobachteten die nachtaktiven Tiere mit UV-Lampen. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Gelben Skorpione sogar Insekten überwältigten und fraßen, die etwa fünf Mal länger waren als sie selbst.
Dank ihrer Ernährungsgewohnheiten sind die Skorpione Verbündete des Menschen, da sie die Zahl der Schädlinge dezimieren, meinen die Biologen. Der Mensch müsse den Nutzen der Skorpione begreifen und es lernen, den Tieren aus dem Weg zu gehen. Dies sei umso wichtiger, da der Mensch der ärgste Feind der Skorpione sei und in Panik schon zahlreiche Tiere erschlagen habe.
Dr. Sebastian Messerschmid





