ie haushohen Flüge von Skispringern sehen gefährlich aus, doch das Risiko einer Verletzung bei einem solchen Sprung ist gering. In der Öffentlichkeit wird die Häufigkeit von Verletzungen beim Skispringen erheblich überschätzt, schreibt Meinolf Goertzen in der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin.
Der Hannoveraner Orthopäde hat über zwei Jahre mehr als 100 Nachwuchsspringer und Weltklasse-Athleten betreut. Nach seinen Beobachtungen müssen Nachwuchsspringer mit etwa sechs Stürzen in tausend Sprüngen rechnen. Profispringer stürzen nur etwa vier Mal in tausend Sprüngen.
In der Regel gehen die Stürze glimpflich aus: Bei weniger als jedem zehnten Sturz ziehen sich die Sportler eine Verletzung zu. Meist sind dies dann Quetschungen oder Brüche der Schulter.
Marcel Falk





