Möglicherweise tummeln sich beim Menschen nützliche Stammzellen auch unter der Haut. Anlass zu dieser Spekulation geben neueste Erkenntnisse amerikanischer Stammzellforscher in der aktuelle Ausgabe der Zeitschrift New Scientist.
Bisher werden so genannte adulte Stammzellen auf schmerzhafte Weise aus dem Hüftknochen des Menschen gestanzt. Die so gewonnenen Stammzellen sind fast so vielseitig einsetzbar wie embryonale Stammzellen.
Ein Forscherteam der Universität von Iowa hat nun eine alternative Quelle von pluripotenten Stammzellen in der Maus entdeckt. Offenbar tummeln sich auch in der Haut der Nager diese vielseitigen Zellen. Nun sucht das Team um Jackie Blickenbach fieberhaft nach ähnlichen Zellen in der menschlichen Haut.
Die Therapiemöglichkeiten mit adulten Stammzellen nehmen derweil zu. Forscher der Universität von Minnesota konnten nun an Ratten zeigen, dass adulte Stammzellen aus dem Knochenmark auch Schäden nach einem Schlaganfall reparieren können.
Diese Ergebnisse werden jedoch von jüngsten Veröffentlichungen der Zeitschrift Nature überschattet. Danach kommen Zelldifferenzierungen von Stammzellen erst durch Fusion mit Körperzellen zustande. Zudem sind so genannte adulte Stammzellen bei Transplantationsexperimenten erst durch die Verschmelzung mit Embryonalzellen pluripotent geworden.
Markus Batscheider





