Die Wissenschaftler um Vadim Backman von der Northwestern University in Evanston hatten für ihren Test ein hoch auflösendes Mikroskop entwickelt, das kleinste Zellveränderungen in einer Größe von 20 Millionstel Millimetern (Nanometern) mit Hilfe von Lichtstreuung sichtbar macht. “Genau solche Zellveränderungen sind eines der ersten Anzeichen für die Entstehung von Krebs”, sagt Backman. Die neue Technologie hat sich auch bereits bewährt: Backman und seine Kollegen testeten die Methode an 22 Nichtrauchern und 113 Rauchern, von denen etwa die Hälfte zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits an Lungenkrebs litt. Allen Probanden wurde ein Abstrich aus dem Mund entnommen und mit dem neu entwickelten Mikroskop untersucht. Das Ergebnis: Die Zellveränderungen bei den Probanden mit Krebs waren deutlich erkennbar, während sich bei den nicht an Krebs Erkrankten keine Besonderheiten zeigten. Man habe so die Krebspatienten mit mehr als 80-prozentiger Genauigkeit von den gesunden Versuchspersonen unterscheiden können, sagen die Forscher.
“Mit der neuen Technik haben wir die Möglichkeit, Menschen präventiv zu untersuchen, die ein sehr hohes Risiko für Lungenkrebs haben und zu entscheiden, wer von ihnen von weiteren genaueren Tests profitieren würde”, erklärt Hemant Roy, einer der beteiligten Forscher. Allerdings müsse sich die Methode erst in größeren klinischen Studien bewähren. Das endgültige Ziel der Wissenschaftler ist es, ein Verfahren zu entwickeln, mit der auch andere Krebsarten bereits frühzeitig entdeckt und damit auch behandelt werden können.





