Zum Inhalt springen
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
AnmeldenAbonnieren
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Reportagen
  • Rezensionen
  • natur Plus
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Reportagen
  • Podcast
  • Rezensionen
natur-Newsletter
Aktuelle Nachrichten aus Natur und Umwelt direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • Einzelheftverkauf
  • natur Marktplatz

Unsere Partner

  • Bilddatenbank natur

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

naturErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-5855
E-Mail: redaktion-natur@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.dedamals.de
© 2026 natur
Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Silikone in Pflegeprodukten – Freund oder Feind?
Erde & Umwelt

Silikone in Pflegeprodukten – Freund oder Feind?

In vielen Kosmetika sind Silikone enthalten, die den Produkten besondere Eigenschaften verleihen. Sie machen zum Beispiel die Haare seidig, die Haut glatt und Lippenstift langanhaltend. Auf silikonhaltige Produkte verzichten jedoch Einige ganz bewusst, besonders bei der Haarpflege. Lohnt sich der Griff zu…
Autor
Sirona Schönfeldt
13. November 2025
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt

Silikone sind Polymere, die aus Silizium, Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Neben ihrer langen Haltbarkeit zeichnen sie sich durch eine gute Hautverträglichkeit aus und verursachen nur selten Allergien. Sie finden sich daher oft in Shampoos, Cremes, Make-up und vielen anderen Pflegeprodukten. In der Liste der Inhaltsstoffe sind diese Kunststoffe an den Endungen „-cone“ oder „-xane“ zu erkennen.

Silikone bringen einige Vorteile mit sich und haben daher vielseitige Einsatzmöglichkeiten in der Kosmetik. Die Kunststoffe sorgen beispielsweise für einen längeren Hafteffekt von Lippenstiften, für wasserfeste Wimperntusche oder für einen mattierten Teint. Silikone aus Haarpflegeprodukten bilden einen glänzenden Film auf den Haaren und füllen brüchige Stellen auf. Das schützt die Haare vor äußeren Einflüssen.

Gut oder schlecht für die Haare?

Doch trotz dieser Eigenschaften verzichten einige Menschen ganz bewusst auf Silikone – vor allem bei ihren Haaren. Einige glauben, dass die versiegelnde Funktion der Silikone dazu führt, dass sie sich auf den Haaren absetzen und diese mit der Zeit beschweren. Das stimmt aber nicht, denn Rückstände lassen sich mit jedem normalen Shampoo aus den Haaren waschen. Andere glauben, die Silikone haben keine oder sogar eine nachteilige Wirkung auf die Haare. Aber auch diese Annahme ist nicht ganz richtig.

Als Kunststoffe wirken Silikone zwar nur oberflächlich und haben deshalb tatsächlich selbst keine pflegende Wirkung: Die Haare wirken gesünder, sind geschmeidiger und lassen sich besser kämmen – von innen wurden sie jedoch nicht gepflegt. Moderne Silikone lassen aber zugleich andere in den Produkten enthaltene Pflegestoffe in das Haar eindringen und behindern diese nicht. Durch die dank der Silikone geglättete Haarstruktur sind die Haare zudem besser vor Reibung geschützt. Den Haaren zuliebe müssen wir also nicht auf Silikone verzichten.

Foto eines Abflusses in einem Waschbecken oder einer Dusche
Silikonverbindungen aus Kosmetika gelangen über das Abwasser in die Umwelt. © Irina Gutyryak/iStock

Sind Silikone umweltschädlich?

Dennoch lohnt sich bei Kosmetika ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe – und die Herkunft. Denn nicht alle Silikonverbindungen sind unbedenklich. Die langlebige Silikonverbindung D4 steht beispielsweise im Verdacht, die Fortpflanzung zu gefährden, und schädigt Wasserorganismen. In der EU ist sie daher in Kosmetikprodukten verboten. Auch die Silikone D5 und D6 dürfen in abwaschbaren Produkten wie Shampoos oder Duschgelen nur noch in sehr geringen Mengen – bis maximal 0,1 Prozent – eingesetzt werden. Beide Stoffe sind schwer abbaubar und bioakkumulierend – sie reichern sich also in lebenden Organismen an.

Aber auch die in der EU zugelassenen silikonhaltigen Kosmetika gelangen über das Abwasser in die Umwelt: Die Verbindungen werden ausgewaschen und über Kläranlagen teilweise in Flüsse, Seen und Böden eingetragen. So können Silikonrückstände auch in Pflanzen und Tiere gelangen – und damit auch in die menschliche Nahrungskette. Was dort mit ihnen passiert und wie umweltschädlich silikonhaltige Pflegeprodukte dadurch sind, lässt sich derzeit allerdings schwer abschätzen. Laut dem Umweltbundesamt sind die verfügbaren Daten begrenzt und beruhen zum Teil auf Modellrechnungen. Fest steht jedoch: Silikone zählen zu den langlebigen Kunststoffverbindungen, die in der Umwelt kaum abgebaut werden und daher über Jahre im Umlauf bleiben.

HaareHautKosmetikMake-UpPflegePflegeprodukteShampooSilikonSilikoneUmwelt

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Arktische Flussdeltas – unterschätzte Akteure im Kohlenstoffkreislauf
Erde & Umwelt

Arktische Flussdeltas – unterschätzte Akteure im Kohlenstoffkreislauf

15. Juni 2026

Arktische Flussdeltas speichern überproportional viel Kohlenstoff im Permafrost ihrer gefrorenen Böden – und sind daher unterschätzte…

Geschenk aus der Tiefsee: Neue Krebsfamilie entdeckt
Erde & Umwelt

Geschenk aus der Tiefsee: Neue Krebsfamilie entdeckt

12. Juni 2026

Die Lebenswelt der Tiefsee ist noch kaum erforscht. Jetzt haben Meeresbiologen im Nordatlantik eine bislang unbekannte Familie von…

Unterirdische Wurzelpilz-Netzwerke sind Billiarden Kilometer lang
Erde & Umwelt

Unterirdische Wurzelpilz-Netzwerke sind Billiarden Kilometer lang

12. Juni 2026

Verborgene Netzwerke: Die mit Pflanzenwurzeln verbundenen Mykorrhiza-Pilze bilden ein gigantisches, weltumspannendes Geflecht. Insgesamt…

Jahrhundert-Sturmfluten ereignen sich heute alle acht Jahre
Erde & Umwelt

Jahrhundert-Sturmfluten ereignen sich heute alle acht Jahre

12. Juni 2026

Extreme Sturmfluten ereignen sich heute zwölfmal häufiger als noch im Jahr 1900, wie neue Analysen zeigen. Demnach traten solche…

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite