Mit bloßem Auge sind die Kapseln nicht erkennbar. Sie sind nur 1 bis 30 Mikrometer groß, also zwischen 0,001 und 0,03 Millimeter. Für die Nachweisreaktion haben Thomas Scheibel und Kollegen ein Stoffwechselenzym in der Kapsel eingeschlossen, das in allen Lebewesen vorkommt: die ß-Galactodsidase. „Die neuen Kapseln aus Spinnenseide ermöglichen grundsätzlich eine Vielzahl technischer und medizinischer Anwendungen und dürften deshalb ein hochwillkommenes Instrument für die biomedizinische Forschung ein”, resümiert Thomas Scheibel. Und er hofft auf eine weitere Einsatzmöglichkeit: der Transport von medizinischen Wirkstoffen, die der Behandlung von Krankheiten dienen.
In bild der wissenschaft 3/2014 berichten wir über weitere Anwendungsmöglichkeiten von Spinnenseide: Sie dient als Leitschiene für verletzte Nerven, als chirurgisches Nähmaterial, als Wundauflage oder zur Herstellung von Hochleistungsmaterialien wie kugelsichere Westen, Fallschirme oder Schutzkleidung. Die Vielseitigkeit der Seide haben wir grafisch dargestellt. Unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse erhalten die Versender der ersten 100 E-Mails an wissenschaft.de@konradin.de die Grafik als kostenloses Hochglanzposter.





