Kein Zusammenhang mit Frühgeburten
Sex in der Spätschwangerschaft erhöht nicht das Risiko einer Frühgeburt, das ist das Ergebnis einer Studie an der Chapel Hill’s School der Universität in North Carolina, berichtet die amerikanische Nachrichtenagentur abcNews. Vermutungen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt durch das beim Sexualverkehr freigesetzte Hormon Oxytocin erhöht wird, konnten nicht bestätigt werden.
Ocytocin oder auch Oxytozin ist ein Hormon, welches vor allem als Vergnügungshormon in die Schlagzeilen geriet. Es wird während des Liebesspiels und beim Flirten freigesetzt. Produziert und gespeichert wird es in einem Teil unseres Zwischenhirns, dem Hypothalamus. Da es während des Liebesspiels und durch einen Orgasmus vermehrt ins Blut abgegeben wird, raten einige Ärzte von Sex in der Spätschwangerschaft ab, da die Hormonausschüttung eventuell zu vorzeitigen Wehen führen könnte. Oxytocin wird auch während der Geburt ausgeschüttet und in der Geburtshilfe eingesetzt.
Eine Untersuchung an mehr als 600 Frauen in der Pränatal-Klinik in North Carolina konnte aber keinen Zusammenhang zwischen häufigen Sex in der Spätschwangerschaft und einer Frühgeburt bestätigen. Unabhängig von dieser Studie muss Sex in der Spätschwangerschaft individuell betrachtet werden, erklärt der Direktor Oscar L. Mims Jr. aus dem Maternal Fetal Hospital in Washington. Sex am Ende einer komplikationslosen Schwangerschaft kann aber ohne schlechtes Gewissen genossen werden.
Leyla Schmidt





