Jedes Jahr gehen vor den Küsten rund 110 Quadratkilometer Seegraswiesen verloren. Ein internationales Forscherteam um Michelle Waycott von der australischen James Cook University in Townsville hat deshalb Alarm geschlagen. Seegraswiesen sind eines der wichtigsten Ökosysteme der Meere. Die Wissenschaftler haben ihren Rückgang erstmals weltweit dokumentiert. Dazu werteten sie 215 regionale Studien zwischen 1879 und 2006 aus. In diesem Zeitraum sind die Seegraswiesen um insgesamt 29 Prozent zurückgegangen – seit den 1990er-Jahren waren es jährlich 7 Prozent. Die Hauptursache sind vermutlich sich entwickelnde Küstenregionen und die Umweltverschmutzung.
Seegraswiesen dienen als Brutplätze und Verstecke für Fische sowie als Lebensraum für Muscheln, Schnecken und Krebse. Außerdem sind sie das Habitat bedrohter Tiere wie Meeresschildkröten und Dugongs.





