Schweiß ist nicht nur eklig: Wissenschaftler von der Universität Tübingen haben in menschlichem Schweiß ein Eiweiß entdeckt, dass eine Vielzahl von Bakterien und Krankheitserregern abtötet. Wie das Team um Birgit Schittek auf der Webseite der Fachzeitschrift Nature Immunology berichtet, könnte das Eiweiß namens Dermicidin eine wichtige Rolle in der “Regulierung der menschlichen Hautflora” spielen.
Dermicidin besteht aus 47 Aminosäuren. Es wird in den Schweißdrüsen hergestellt und mit dem Schweiß zur Hautoberfläche transportiert. Dort ist es trotz der hohen Salzkonzentration und des leicht sauren pH-Wertes aktiv. Dermicidin könnte folglich ein erster Abwehrmechanismus gegen Krankheitserreger sein, vermuten die Wissenschaftler.
Die Wissenschaftler isolierten außerdem das zugehörige Gen. Die Analyse ergab keinerlei Ähnlichkeit mit bislang bekannten antibakteriellen Eiweißen.
Adam Bostanci





