Text: Klaus Zintz
Ein solches Erlebnis bleibt in Erinnerung: Da tummeln sich an einem wunderschönen Herbstmorgen locker zehn, fünfzehn Admirale in dem schmalen Auwald entlang des Flüsschens Argen kurz vor der Mündung in den Bodensee. Die dunklen Schmetterlinge mit den markanten roten Binden auf den Flügeln fliegen munter durcheinander und umeinander herum. Fast hat es den Anschein, als würden sie sich zu einem ausgiebigen morgendlichen Kaffeekränzchen treffen, nur dass es statt Kaffee Feuchtigkeit und Mineralsalze am Ufer gibt, die sie mit ihrem Rüssel aufsaugen. Admirale gehören zu denjenigen Schmetterlingen, die nicht nur auf Feldern und Wiesen sowie in Gärten vorkommen, sondern auch in lichten Wäldern – und hier vor allem an Waldsäumen, auf Lichtungen oder eben auch entlang von bewaldeten Fließgewässern. Falls dort Brennnesseln wachsen, also die Leib- und Magenpflanze der manchmal fast schwarzen Raupen mit ihren hellen Flecken an den Seiten, dann kann sich der Admiral in dieser Umgebung auch fortpflanzen.





